Dienstag, 02.04.2019

Judoka Sabrina Hofmann ist Österreichische Meisterin

Was war das für ein erfreuliches Wochenende für Osttirols Judoka!


Nachdem am Samstag, 30.03.2019, Matthias Unterrainer-Rautter und Sarah Berger in der Jugendklasse U16 zweimal Edelmetall holten, setzte am Sonntag, dem 31. März 2019, Sabrina Hofmann noch eins drauf: Sie holt sich bei den Junioren U21 in der Gewichtsklasse -48 kg erstmals den Titel der Österreichischen Meisterin. Insgesamt waren am Samstag 185 junge rot-weiß-rote U16-Judoka, am Sonntag 133 rot-weiß-rote U21-Judoka in Leibnitz am Start, im Vergleich zu den Titelkämpfen im Vorjahr nahmen damit heuer mehr Nachwuchsasse an den Titelkämpfen teil.

Ein unvergesslicher Sonntag: Für Sabrina Hofmann ging mit diesem Titel ist in Österreichs Judo-Elite ein Traum in Erfüllung, auf den sie mit Disziplin hingearbeitet hat. Wollte es im Vorjahr bei ihrem ersten Antreten in der U21 noch nicht ganz klappen – Sabrina verlor den Bronzekampf (damals noch in der 52-Kilogramm-Klasse) nur knapp und belegte den guten, aber wohl auch etwas undankbaren fünften Platz – so überließ Sabrina diesmal nichts dem Zufall - ganz nach dem Motto: Erfolge passieren nicht zufällig …
Sabrina trainierte und schwitzte in den vergangenen Monaten ordentlich und kürte sich eine Woche vor den nationalen Titelkämpfen zur Tiroler Meisterin bis 48 Kilogramm, wobei sie alle Disziplin aufwenden musste. Aber: Judoka kennen die Tücken der Waage und Herausforderungen des Gewichtsmanagements. In Leibnitz stand Sabrina wiederum in der Gewichtsklasse bis 48 kg auf der Matte, voll fit und mit dem Fokus, Kampf für Kampf zu gewinnen. Sabrina legte in Runde eins die Kärntnerin Lisa Hürlimann schon nach wenigen Sekunden mit Ippon auf die Matte. In Runde zwei besiegte sie Wienerin Lilian Holler vorzeitig mit zwei Wazari-Wertungen., einen harten Fight bescherte ihr in Runde drei die Salzburgerin Leonie Wagenbichler. Aber auch diesen Kampf entschied Sabrina mit Wazari für sich. So stand sie im Finale ihrer Tiroler Kollegin Gerda Golderer aus Wattens gegenüber und wurde vom jungen Judotalent zunächst mit einer Wazari-Wertung überrascht, ehe Sabrina auch diesen Kampf nach knapp 2 Minuten mit einem herrlichen Ippon-Wurf beendete.
Mit dem Gewinn von vier beherzt geführten Kämpfen erntete Sabrina am Ende dieses schönen Tages, wofür sich alles gelohnt hat, zu trainieren, den ersten österreichischen Meistertitel.

Großartige Leistung: Wie von ihm nicht anders zu erwarten, kämpfte Gabriel Bretschneider – seit 2 Wochen erstmals in der Gewichtsklasse -81 kg und damit noch der Leichteste im Starterfeld – ein tolles Turnier und zählt auch er zu den Gewinnern dieser Meisterschaft, auch wenn er mit dem fünften Platz die Medaillenränge knapp verfehlte. Gabriel unterlag nach einem Freilos-Sieg in Runde eins dem späteren Österreichischen Meister Wojciech Kanik vom JZ Mühlviertel erst 20 Sekunden vor Kampfende, kämpfte sich mit Siegen gegen den Wattener Andreas Schennach und den Oberösterreicher Alexander Hatzmann aber wieder bis zum kleinen Finale vor, wo er im golden Score mit Shido verlor.

 

Sarah Berger erneut Österreichische Vizemeisterin und Matthias Unterrainer-Rautter holt Bronze

Am Samstag kämpften die U16 um die begehrten Titel und Medaillen: Die Matreierin Sarah Berger konnte in der Klasse +70 kg ihren Vizemeistertitel vom letzten Jahr erfolgreich verteidigen. Sie musste sich nur der Klosterneuburgerin Helene Schrattenholzer geschlagen geben – und das bei der gleichen Anzahl von Siegen denkbar knapp.
Matthias Unterrainer-Rautter (-42 kg) bestritt seine ersten Österreichischen Meisterschaften. Voll austrainiert und motiviert ipponisierte er seinen ersten Gegner Leon Heinisch aus Stadlau schon nach 32 Kampfsekunden. Der Kampf um den Poolsieg gegen Marco Landerl aus Reichraming ging nach voller Kampflänge knapp verloren. Und somit traf Matthias auf den späteren Sieger Niclas Schalk aus Graz, dem er leider unterlag. Somit erreichte Matthias den hervorragenden 3. Platz, und das im ersten Jahr der U16.

Ein sensationelles Wochenende in Leibnitz für die Judo Union Raika Osttirol also: Mit nur 4 Startern und 4 Platzierungen konnte die Judo Union Raika Osttirol als erfolgreichster Verein Tirols diese Meisterschaften beenden. Ein, im Vorhinein nie zu erwartender Erfolg, welcher wieder einmal nicht nur den Sportlern, sondern auch deren Trainern Manuel Wiesler und Leonhard Unterrainer zuzuschreiben ist.

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